ansichtssache.de.be

"Mit dem Wissen wächst der Zweifel." J.W. von Goethe

Fernsehen: Meine Sonntage mit Günther Jauch — Der Freitag

leave a comment »

Meine Sonntage mit Günther Jauch

Über die Heilige Dreifaltigkeit und das Problem der Froschperspektive: Walter van Rossum erklärt den Sonntagabend in der ARD

Am 4. Januar 1998 wurde der Name Sabine Christiansen zum Label und ging auf Sendung. Seitdem entfaltet sich allsonntäglich eine Heilige Dreifaltigkeit im Abendprogramm der ARD. Beginnend um 20.00 Uhr mit der Tagesschau. Eine Sendung, die seit Jahrzehnten daran arbeitet, die Welt als jenes Ritual darzustellen, als das sie selbst abläuft. Die Irritation des Realen perlt an ihr ab wie Wasser am Gefieder des schönen Schwans. Komplexität findet nicht statt, bloß ewig blasse Ergründlichkeit. Der Zuschauer wird zum Zaungast einer Welt, in der ein paar Dutzend Staatsschauspieler, Kardinäle und andere Repräsentanten „gesellschaftlich relevanter Gruppen“ von mobilen Kanzeln ihre von Referenten verfassten Verlautbarungen zur Kenntnis geben. Alles huldigt einem Informationsziel, das Chefredakteur Kai Gniffke in unsterbliche Worte gekleidet hat: „Was unser Auftrag ist und was wir leisten können, ist, die Leute fit für den nächsten Tag zu machen. Dass sie am nächsten Tag bestehen können, dass sie dann wissen, das habe ich doch schon einmal gehört“. (…)

viaFernsehen: Meine Sonntage mit Günther Jauch — Der Freitag.

Written by sancho

14. November 2011 at 14:53

Veröffentlicht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Tagged with

Occupy-Bewegung: Belagert die Parlamente! | FTD.de

leave a comment »

Occupy-Bewegung: Belagert die Parlamente!

Kommentar Demonstrationen vor Banken und Börsen helfen nicht weiter. Die Politik muss den weltweiten Finanzsektor neu ordnen. Sie darf sich nicht von Lobbyisten einwickeln lassen. von Jakob von Uexküll

Jakob von Uexküll ist Begründer des World Future Council und des „alternativen Nobelpreises“.

Eine kleine Trommlergruppe, etwa 50 Demonstranten und zwei, drei Transparente: Das war Ende September der Anfang der Occupy-Wall-Street-Demo. Wenige Wochen sind vergangen, und aus der kleinen Gruppe ist eine weltumspannende Bewegung geworden. Tausende demonstrieren vor den Banken und Börsen in über 80 Ländern gegen die Macht der Finanzindustrie. Die Occupy-Bewegung erlebt ein rasantes Wachstum. Und mit dem Anschwellen der Proteste überall auf der Welt nehmen auch die Solidaritätsbekundungen zu. Vor allem die aus der Politik sind allerdings eher ein Beweis dafür, dass die Bewegung am falschen Ort protestiert.

Die solidarischen Grüße von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Co. sind entweder geheuchelt, oder sie sind ein Armutszeugnis für die Politik. Heuchlerisch sind sie, wenn sie von Politikern stammen, die sich bis vor Kurzem noch damit gebrüstet haben, durch Deregulierung des Bankensystems die heimischen Finanzplätze zu fördern. Ein Armutszeugnis sind sie, wenn die Solidarität ernst gemeint ist. Das wäre Ausdruck einer erschreckenden Hilflosigkeit unserer Volksvertreter gegenüber der Finanzindustrie.

Jakob von Uexküll hatte 1980 den Alternativen Nobelpreis gestiftet Jakob von Uexküll hatte 1980 den Alternativen Nobelpreis gestiftet

Die Occupy-Bewegung hat es einer Kanzlerin Merkel und ehemaligen Finanzministern zudem denkbar leicht gemacht, die Proteste für sich zu nutzen. Protestiert wird derzeit vor den Börsen und Banken und nicht vor den Parlamenten. Das ist ein Fehler, denn die Spekulanten des Finanzsektors können nur so weit skrupellos agieren, wie man sie von Staatswegen lässt.

Man muss es noch einmal deutlich sagen: Die Spielregeln für die Märkte setzt immer noch die Politik! Man kann den Banken nicht vorwerfen, sich nicht selber reguliert und freiwillig auf Geschäfte verzichtet zu haben, mit denen sich das meiste Geld verdienen lässt. Der Job des Regulierens liegt bei Regierung und Parlament. Dieser Verantwortung sind sie nicht nachgekommen. Im Gegenteil: Regeln, die zum Beispiel das Privatkundengeschäft der Banken und die Investmentsparte klar voneinander trennten, wurden per Gesetz aufgehoben.

viaOccupy-Bewegung: Belagert die Parlamente! | FTD.de.

Written by sancho

14. November 2011 at 14:45

Veröffentlicht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Tagged with

Jenseits des Homo oeconomicus – Wirtschaftsweise ratlos? 1 3 | Essay und Diskurs | Deutschlandfunk

leave a comment »

 

 

 

 

 

 

Jenseits des Homo oeconomicus – Wirtschaftsweise ratlos? 1 3 | Essay und Diskurs | Deutschlandfunk.

 

Der Wirtschaftsjournalist Martin Wolf im Gespräch mit Stefan Fuchs

Als im Herbst 2008 die größte Weltwirtschaftskrise seit 1929 hereinbrach, stand die überwältigende Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler nackt da. Kaum einer hatte die Katastrophe kommen sehen. Die moderne Volkswirtschaftslehre mit ihrem unbeirrbaren Glauben an die Rationalität der Wirtschaftssubjekte wurde zum ersten Opfer der Krise.

 

(…) Wolf: Die erste Frage ist natürlich, warum hat die Welt Keynes verworfen. Die Antwort ist ein Musterbeispiel für das wechselvolle Schicksal von Ideen im Bereich der Sozialwissenschaften, zu denen die Ökonomie zweifellos gehört. Das keynesianische Paradigma, das unter bestimmten historischen Bedingungen von großem Nutzen war, wurde dann fälschlicherweise unter Bedingungen angewandt, für die es keine Gültigkeit mehr besaß. Das führte schließlich dazu, dass man es verwarf. In den Sechzigern und Siebzigern kam es zur sogenannten „Stagflation“, die mit der traditionellen keynesianischen Theorie nicht mehr erklärt werden konnte. Milton Friedman dagegen schien mit seinen Modellen ein besseres Verständnis dieses Phänomens einer Kombination von Inflation und stagnierenden Wachstums zu ermöglichen. Nationalökonomien wie die deutsche, die keynesianischen Rezepten traditionell skeptisch gegenüberstanden, kamen sehr viel besser durch die 70er-Jahre als etwa Großbritannien oder die USA. Das führte zu einem tief greifenden Paradigmenwechsel in der Makroökonomie. Keynes wurde durch eine Wiederauflage klassischer Wirtschaftsmodelle ersetzt. Deregulierung, ein größeres Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der Märkte, Inflationsbekämpfung. Wir folgten alle dem deutschen Beispiel! Wir glaubten alle, dass die Bundesbank das richtige Modell vorgebe. Die deutsche Zentralbank schien eine Zitadelle der Orthodoxie. Das führte zu dieser dreißigjährigen Vorherrschaft der neoklassischen Makroökonomie.

Dieses erneuerte klassische Modell wurde dann weit über seinen historischen Gültigkeitsbereich hinaus angewandt. Man glaubte, man hätte so etwas wie absolute Naturgesetze des Ökonomischen gefunden. Aber schon die Verhältnisse in den Neunzigern und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts konnten damit nicht mehr richtig verstanden werden. Es gibt in den Wirtschaftswissenschaften keine ehernen Gesetze. Alles ist historisch bedingt, alles hängt von den Umständen ab. In der Folge dieser Fehleinschätzungen entstanden Verhältnisse, für die Keynes erneut Gültigkeit besaß. Keine Inflation – tatsächlich ist die Inflation weltweit so gut wie ausgestorben, sieht man mal von spekulativen Blasen bei den Rohstoffpreisen ab – enorme Arbeitslosigkeit, chronische Nachfrageschwäche, Zusammenbruch des Finanzsystems: Das sind typisch keynesianische Verhältnisse. Und ich stimme mit Ihnen überein, wir haben das nach der ersten Phase des Krisenmanagements viel zu schnell verdrängt. Die riesigen staatlichen Haushaltsdefizite, die durch die Krisenbewältigung unvermeidlich entstehen mussten, versetzten uns in eine blinde Panik. Dabei sind sie in den meisten Ländern keine Folge staatlicher Verschwendung, sondern das unmittelbare Ergebnis der Krise von 2008. Von dem Augenblick an, da der private Sektor in den USA, in Großbritannien, in Spanien begann, seine extreme Verschuldung zurückzuführen, war ein Anwachsen der Staatsschulden unvermeidlich. Griechenland ist da eher eine Ausnahme. Die Hauptursache in allen anderen Ländern ist der Zusammenbruch der privaten Nachfrage, der Anstieg der privaten Sparrate, dem dann notwendigerweise ein Anstieg der staatlichen Ausgaben entsprechen muss. Wenn wir uns jetzt auf Teufel komm raus aufs Sparen verlegen und sowohl die privaten als auch die öffentlichen Haushalte in den Industriestaaten ihre Ausgaben zurückfahren, geraten wir in das, was Keynes treffend das „Paradox des Sparens“ nannte. Wenn jeder nur spart, vermehren sich nicht etwa die Ersparnisse, sondern die Einkommen sinken, weil die Nachfrage zurückgeht, was wiederum zum Anwachsen der Defizite führt. Das ist es, was jetzt in Europa geschieht. Selbst Deutschland ist davon betroffen, weil es auf die Nachfrage in seinen Exportmärkten angewiesen ist. Die USA sind ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Das heißt, wir fallen zurück in eine zweite Abwärtsspirale. Es gibt ein großes Risiko, dass wir den Fehler des US-Präsidenten Roosevelt wiederholen, der 1937 das Defizit zu früh zurückführen wollte und die Zentralbank in der Folge nicht darauf reagierte. (…)

 

 

Written by sancho

14. November 2011 at 14:42

Veröffentlicht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Tagged with ,

Statistisches Bundesamt Deutschland – Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial: 8,4 Millionen Personen wünschen sich (mehr) Arbeit

leave a comment »

Written by sancho

13. November 2011 at 17:14

Veröffentlicht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Tagged with

Georg Schramm wird ZORNIG – YouTube

leave a comment »

Written by sancho

11. November 2011 at 15:38

Die Ausplünderung der Weltmeere | Telepolis

leave a comment »

Die Ausplünderung der WeltmeereRalf Streck 09.10.2011Spaniens Fischindustrie wird auch mit hohen Subventionen geschmiert, wenn sie massiv gegen EU-Normen verstößtUnter dem Titel „Looting the Seas“ veröffentlich das International Consortium of Investigative Journalism ICIJ eine Reihe, die sich mit der Ausplünderung der Weltmeere beschäftigt. Das Netzwerk, an dem sich mehr als 100 investigative Journalisten aus 50 Ländern beteiligen, hat nun aufgedeckt, dass Spanien seit 2000 mit fast sechs Milliarden Euro an EU-Subventionen zum großen Global Player gemacht wurde. Das Land erhält ein Drittel aller Subventionen. Das Geld fließt aber auch an Firmen, die massiv gegen die EU-Normen verstoßen.

viaDie Ausplünderung der Weltmeere | Telepolis.

Written by sancho

10. Oktober 2011 at 15:33

Veröffentlicht in Umwelt

Tagged with ,

Kanal von PfJuCa – YouTube

leave a comment »

Super Comic zur Eurokrise und zur derzeitigen Situation in Griechenland.

Mehr unter http://www.verdi.de oder http://www.jugend.bawue.verdi.de

Written by sancho

10. Oktober 2011 at 14:42

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.